Alternativ zum einfachen Plattenzugriff (Standard) gibt es einen parallelen Plattenzugriff an allen BS2000-Servern über Parallel Access Volumes („PAV“). PAV gibt es historisch bedingt in den beiden (veralteten) statischen Verfahren 'Standard-PAV' und 'Extended-PAV' (XPAV) und in dem dynamischen Verfahren 'Fast Dynamic Parallel Access Volume' (FastDPAV), siehe Handbuch „Systembetreuung“ [5]. Mit PAV lassen sich die Antwortzeiten bei stark ausgelasteten Platten reduzieren.
Statisches PAV verlangt eine vorausschauende Planung auf die zukünftige Geräteauslastung, d.h. den stark ausgelasteten Platten muss im Voraus die richtige Anzahl von Alias-Geräten zugewiesen werden.
Das wird sehr viel einfacher bei Verwendung von FastDPAV, weil für eine Menge von Platten ein Pool von FastDPAV Alias-Geräten ohne feste Zuordnung zu einer Platte generiert wird. Erst beim Start der I/O wird durch das BS2000-I/O-System (BS2IOS) entschieden, welches Gerät zugewiesen wird. Geplant werden muss noch die Anzahl der Aliasgeräte in dem Pool.
Abfrage der I/O-Rate
Mit der Anweisung DPAV_CHK_ALI kann für Alias-Geräte sowohl des statischen PAV als auch des FastDPAV die I/O-Rate abgefragt werden. Aus dem Ergebnis lässt sich bei Verwendung von statischem PAV erschließen, für welche Basis-Geräte mehr oder weniger Alias-Geräte sinnvoll wären. Bei Verwendung von FastDPAV lässt sich erschließen, ob der Alias-Pool optimal dimensioniert ist.
Begrenzung unerwünschter I/O-Last bei FastDPAV
Für FastDPAV bietet DPAV mit den Anweisungen DPAV_BAS_ADD und DPAV_BAS_REM noch eine weitere Option, die Lastverteilung zu optimieren. Nicht alle Platten und ggfs. Gastsysteme (bei Verwendung von VM2000) sind (gleich) wichtig. Unerwünschte I/O-Last kann dadurch begrenzt werden, dass für einzelne Platten die erlaubte Alias-Anzahl (ggfs. bis auf 0) reduziert wird oder einzelnen Gastsystemen keine oder nur wenige Alias-Geräte zugewiesen werden.