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pstree - Prozesshierarchie ausgeben

&pagelevel(4)&pagelevel

(display process hierarchy)


pstree gibt eine pseudografische Übersicht aller oder bestimmter POSIX-Prozesse aus, welche die Eltern-, Kind- und Geschwisterbeziehungen der Prozesse aufzeigt.

Standardmäßig darf nur der POSIX-Verwalter (Superuser) pstree ausführen.

Sollen auch andere Benutzer pstree ausführen dürfen, kann der POSIX-Verwalter diesen Benutzern erlauben "sudo pstree ..." auszuführen (siehe sudo, sudoers).

Alternativ kann der POSIX-Verwalter nach der Installation von POSIX-BC dem Kommando das S-Bit zuweisen (mittels: chmod +s /sbin/pstree), wodurch alle Benutzer pstree ausführen dürfen.


Syntax


pstree[ -p pid]

Keine Option angegeben

pstree gibt den gesamten Prozess-Baum aus, welcher die Eltern-, Kind- und Geschwisterbeziehungen der Prozesse aufzeigt.


-p pid

Es werden nur die Teile des Prozess-Baums ausgegeben, die den Prozess mit der Prozessnummer pid, dessen Elternprozesse oder dessen Kindprozesse enthalten.

 Ausgabe

Jede Ausgabezeile besteht aus folgenden Teilen:

Präfix

Eine pseudografische Zeichenkette, welche die Eltern-, Kind- und Geschwisterbeziehungen visualisiert.

PID

Prozessnummer (process ID) des Prozesses: Eine 5-stellige Dezimalzahl mit führenden Nullen.

TSN

BS2000-TSN des Prozesses: Eine 4-stellige alphanumerische Zeichenkette, die bei User-Tasks mit einer Ziffer und bei System-Tasks mit einem Buchstaben beginnt.

UID

Benutzername des Prozesses: Eine 8-stellige Zeichenkette, die ggfs. mit Leerzeichen aufgefüllt ist.

CMD

Kommando (Programm), das in dem Prozess ausgeführt wird: Eine variabel lange Zeichenkette, wie sie beim Kommando ps -o args angezeigt wird.


Wenn die Standard-Ausgabe stdout ein Terminal ist, wird die Länge der Ausgabezeile auf die Fensterbreite des Terminals begrenzt.

Fehler

pstree: Prozess mit PID n nicht gefunden

Der mit der Option -p angegebene Prozess mit der Prozess-ID n existiert nicht (mehr).


pstree: Nicht Superuser

Der Aufrufer ist nicht der Superuser.

Internationale Umgebung

Die folgenden Umgebungsvariablen beeinflussen die Ausführung des Kommandos ps:

LANG

Gibt einen Standardwert für die Variablen für die internationale Umgebung an, die nicht gesetzt oder Null sind. Ist LANG nicht gesetzt oder Null, wird der entsprechende Standardwert der internationalen Umgebung verwendet. Enthält eine der Internationalisierungsvariablen eine ungültige Einstellung, verhält sich das Kommando so, als sei keine der Variablen definiert worden.

Beispiel 1

Ausgabe des gesamten Prozess-Baums:

# pstree
 +- 00000 HT24 SYSROOT  dssm
 |-+- 00001 15BV SYSROOT  [init]
 : :
 | |--- 00168 15GA SYSROOT  [inetd]
 | |--- 00175 15GH SYSROOT  [cron]
 | |-+- 00194 15G1 SYSROOT  [[sshd]: |opt|TCP-IP-SV|openssh|sbi
 | | |-+- 00907 152Y SYSROOT  [[sshd]: tsos@pts|1]
 | | | `-+- 00911 1522 SYSROOT  [sh]
 | | |   `--- 01457 16KF SYSROOT  [pstree]
 | | `-+- 01320 16GI SYSROOT  [[sshd]: user1@pts|2]
 | |   `--- 01324 16GM USER1    [sh]
 | `--- 01319 16GH SYSROOT  [syslogd]
 |--- 00002 XOQK SYSROOT  pageout
 :
 |--- 00012 XOQU SYSROOT  xti.sockd
 `--- 00013 XOQV SYSROOT  timerd

Beispiel 2

Ausgabe der Teile des Prozess-Baums, die den Prozess mit der Prozessnummer 121, dessen Elternprozesse oder dessen Kindprozesse enthalten:

# pstree -p 121
 +- 00000 HT24 SYSROOT  dssm
 `-+- 00001 16SV SYSROOT  [init]
   `-+- 00121 16VY SYSROOT  [nfsd]
     |--- 00124 16V1 SYSROOT  [nfsd]
     |--- 00126 16V3 SYSROOT  [nfsd]
     `--- 00127 16V4 SYSROOT  [nfsd]

Siehe auch

ps, top