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ADD-SAT-FILTER-CONDITIONS Filterbedingung definieren

&pagelevel(4)&pagelevel

Anwendungsbereich:

SECURITY-ADMINISTRATION

Privilegierung:

SECURITY-ADMINISTRATION

Mit diesem Kommando definiert der Sicherheitsbeauftragte Bedingungen zur Vorauswahl der SAT-Protokollierung.
Die Filterdefinition kann mit dem Kommando /SHOW-SAT-FILTER-CONDITIONS angezeigt und mit /REMOVE-SAT-FILTER-CONDITIONS wieder entfernt werden.

Wenn für ein Ereignis eine Vorauswahl möglich ist, wird diese Bedingung mit herangezogen, um zu entscheiden, ob das Ereignis protokolliert werden soll oder nicht.

Die zur Entscheidungsfindung benutzten Ereignisse sind wie folgt festgelegt:

  • durch den Ereignisnamen und das Ergebnis beim Eintreten des Ereignisses.

  • durch die Benutzerkennung des registrierten Ereignisses.

  • durch die Information zu diesem Ereignis.

Hinweise
  • Protokollsätze, auf die keine Filterbedingung zutrifft, werden aufgezeichnet.

  • Falls auf einen Protokollsatz eine einzige Filterbedingung zutrifft, so gilt die in dieser Bedingung festgelegte Aktion.

  • Wenn auf einen Protokollsatz mehrere Filterbedingungen gleichzeitig zutreffen, so sind die beiden folgenden Fälle zu unterscheiden:

    1. Falls mindestens eine der zutreffenden Filterbedingungen im Operanden TRIGGER-ACTION die Angabe *LOGGING(RECORDING=*YES) enthält, wird der Protokollsatz aufgezeichnet.

    2. Nur wenn alle zutreffenden Filterbedingungen im Operanden TRIGGER-ACTION die Angabe *LOGGING(RECORDING=*NO) enthalten, wird der Protokollsatz nicht aufgezeichnet.

ADD-SAT-FILTER-CONDITIONS

NAME = <name 1..8>

, SELECT = *PARAMETERS(...)


*PARAMETERS(...)



|

EVENT-NAME = *ALL / list-poss(50): <name 3..3>(...)



|


<name 3..3>(...)



|



|

RESULT = *ALL / *SUCCESS / *FAILURE



|

, USER-IDENTIFICATION = *ALL / list-poss(50): <name 1..8>



|

, FIELD-NAME = *ALL / list-poss(50): <name 3..7>(...)



|


<name 3..7>(...)



|



|

VALUE = *ALL / *MATCH(...) / *NOT-MATCH(...) / list-poss(10): <text> /



|



|





list-poss(10): <integer 0..2147483647>(...)



|



|


*MATCH(PATTERN=<text>)



|



|


*NOT-MATCH(PATTERN=<text>)



|



|


<integer 0..2147483647>(...)



|



|



|

UNIT = *BYTES / *KB / *MB / *GB

, TRIGGER-ACTION = *LOGGING (...)


*LOGGING (...)



|

RECORDING = *YES / *NO

NAME = <name 1..8>
Name des Filters.

SELECT = *PARAMETERS(...)
Hier wird festgelegt, welche Ereignisse die Filterbedingung erfüllen.

EVENT-NAME =
Art und Resultat der Ereignisse, die die Filterbedingung erfüllen.

EVENT-NAME = *ALL
Alle von SAT registrierbaren Ereignisse erfüllen die Filterbedingung.

EVENT-NAME = list-poss(50): <name 3..3>(...)
Expliziter Name eines Ereignisses. Der Name des Ereignisses muss der „Tabelle derObjektereignisse“ entnommen sein.

RESULT = *ALL / *SUCCESS / *FAILURE
Spezifiziert welches Ergebnis das Ereignis haben muss.

USER-IDENTIFICATION =
Gibt an, welche Benutzerkennungen die Filterbedingung erfüllen.

USER-IDENTIFICATION = *ALL
Jede Benutzerkennung erfüllt die Filterbedingung.

USER-IDENTIFICATION = list-poss(50): <name 1..8>
Nur Ereignisse, die die angegebenen Benutzerkennungen betreffen, erfüllen die Filterbedingung. Die Benutzerkennungen müssen zum Zeitpunkt der Definition der Filterbedingung dem System nicht bekannt sein.

FIELD-NAME =
Spezifiziert, welches Datenfeld eines Ereignisses geprüft werden soll.

FIELD-NAME = *ALL
Alle Datenfelder eines Ereignisses werden geprüft.

FIELD-NAME = list-poss(50): <name 3..7>(...)
Nur ein hier spezifiziertes Datenfeld wird geprüft. Die Liste der möglichen Feldnamen findet sich in der Tabellen der protokollierbaren Information je Objektereignis (1)".

VALUE = *ALL / *MATCH(...) / *NOT-MATCH(...) / list-poss(10): <text> /
list-poss(10): <integer 0..2147483647>(...)
Die Liste der Feldnamen und der dort ausgegebenen Information findet sich in den „Tabellen der protokollierbaren Information je Objektereignis (1)". <text> hängt vom protokollierten Datenfeld ab.

VALUE = *MATCH(...)
Angabe eines Musters für den Feldnamen. Die Bedingung ist gültig, wenn der Vergleichswert in dieses Muster passt. Die Muster-Angabe ist nur für Feldnamen erlaubt, deren Werte eine Zeichenkette darstellen (<c-string>, <filename>,
<name>).

PATTERN = <text>
Muster-Angabe im Format <c-string 1..255>, wobei analog zum SDF-Datentyp <c-string with-wild (n)> Teile der Zeichenfolge durch Platzhalter (wildcards) ersetzt werden können.

Die zur Verfügung stehenden Wildcard-Zeichen sind:


*

Ersetzt eine beliebige, auch leere Zeichenfolge.

/               

Ersetzt genau ein beliebiges Zeichen.

\

Entwertet Platzhalter (* / < > : ,) in einer Zeichenfolge
(z.B. ab\*c bezeichnet die Zeichenfolge „ab*c“).

<sx:sy>

Ersetzt eine Zeichenfolge für die gilt:

  • Sie ist mindestens so lang wie die kürzeste Zeichenfolge (sx oder sy).

  • Sie ist höchstens so lang wie die längste Zeichenfolge (sx oder sy).

  • Sie liegt in der alphabetischen Sortierung zwischen sx und sy; Zahlen werden hinter Buchstaben sortiert (A...Z 0...9).

  • sx darf auch die leere Zeichenfolge sein, die in alphabetischer Sortierung an erster Stelle steht.

  • sy darf auch die leere Zeichenfolge sein, die an dieser Stelle für die Zeichenfolge mit der höchsten möglichen Codierung steht (enthält nur die Zeichen X‘FF‘).

  • sx muss in der alphabetischen Sortierung vor sy stehen. Ist sx kürzer als sy wird sx mit X‘00‘ aufgefüllt.

  • Ist sy kürzer als sx wird sy mit X‘FF‘ aufgefüllt.

  • Weder in sx noch in sy dürfen Platzhalter vorkommen.

<s1,...>

Ersetzt alle Zeichenfolgen, auf die eine der mit s angegebenen Zeichenkombinationen zutrifft. s kann auch eine leere Zeichenfolge sein. Jede Zeichenfolge s kann auch eine Bereichsangabe <sx:sy> sein.


VALUE = *NOT-MATCH(...)
Angabe eines Musters für den Feldnamen. Die Bedingung ist gültig, wenn der Vergleichswert nicht in dieses Muster passt. Die Muster-Angabe ist nur für Feldnamen erlaubt, deren Werte eine Zeichenkette darstellen (<c-string>, <filename>,
<name>).

PATTERN = <text>
Musterangabe wie bei VALUE=*MATCH.

VALUE = <integer 0..2147483647>(...)
Angabe eines Zahlenwertes für den Feldnamen. Diese Angabe ist nur für Feldnamen erlaubt, deren Werte vom Typ <integer> sind.

UNIT = *BYTES / *KB / *MB / *GB
Angabe der Maßeinheit, in der die mit dem Operanden VALUE vorgenommene Wertangabe zu interpretieren ist. Diese Angabe ist nur für die Feldnamen filpos, curlim2 und maxlim2 erlaubt.

Dabei gilt Folgendes:

    • Falls implizit oder explizit UNIT=*BYTES festgelegt ist, muss der Wert ein Vielfaches von 512 sein.

    • Der Maximalwert von 240-512 (=1 099 511 627 264) Bytes darf auch nicht überschritten werden, wenn UNIT=*KB / *MB / *GB angegeben ist. Damit ergeben sich abhängig von der UNIT-Angabe folgende Maximalwerte:

      UNIT=

      Maximalwert bei VALUE

      entspricht in Bytes

      *BYTES

      231-1 = 2 147 483 647

      231-1 = 2 147 483 647

      *KB

      230-1 = 1 073 741 823

      240-210 = 1 099 511 626 752

      *MB

      220-1 = 1 048 575

      240-220 = 1 099 510 579 200

      *GB

      210-1 = 1 023

      240-230 = 1 098 437 885 952

TRIGGER-ACTION = *LOGGING(...)
Gibt an, welche Aktion ausgeführt werden soll, wenn die mit dem Operanden SELECT festgelegte Bedingung erfüllt ist.

RECORDING =
Angabe, ob ein Ereignis protokolliert werden soll.

RECORDING = *YES
Das Ereignis wird protokolliert.

RECORDING = *NO
Das Ereignis wird nicht protokolliert, sofern keine andere Filterbedingung die Protokollierung verlangt.

Kommando-Returncode

(SC2)

SC1

Maincode

Bedeutung


0

CMD0001

Kommando erfolgreich ausgeführt
Warnung: Benutzer ist unbekannt


32

SAT0000

Nicht behebbarer Fehler


64

SAT1000

Benutzer für Kommando nicht privilegiert


64

SAT1020

Ereignis in Ereignisliste bereits vorhanden


64

SAT1022

Feld bereits in Feldliste vorhanden


64

SAT1023

Feld hat doppelte Werte


64

SAT1029

Ereignis unbekannt


64

SAT1030

Benutzer in Benutzerliste bereits vorhanden


64

SAT1031

Filter bereits vorhanden


64

SAT1035

Wert ist kein Vielfaches von 512 oder zu groß


64

SAT1050

Kommando nur erlaubt, wenn Logging-Funktion aktiviert


64

SAT1073

Filtertabelle ist voll


128

SAT1010

Anderes Kommando wird derzeit ausgeführt


128

SAT1080

Wechsel in Vorbereitung

Hinweise

Es gibt keine vordefinierten Filterdefinitionen. Beim allerersten Start von SAT ist die SAT-Parameter-Datei noch nicht vorhanden; es können aus ihr deshalb auch keine Definitionen gelesen werden.

Es ist allerdings möglich, mit dem Kommando /SAVE-SAT-PARAMETERS eine SAT-Parameter-Datei für die nächste Sitzung bereitzustellen. Beim nächsten Start von SAT stehen dann Definitionen mit den Standard-Werten zur Verfügung. Für Filterdefinitionen gibt es keine Standard-Werte. Werden in der SAT-Parameter-Datei nicht die aktuellen Werte gespeichert, werden für die nächste Sitzung keine Filterdefinitionen übernommen.

Es können maximal 32 Filterdefinitionen hinterlegt werden.

Die Verwendung einer Negativliste von Feldnamen und die Trigger-Action RECORDING=*YES führt meist nicht zur Verringerung des Aufzeichnungsumfang, da in einem Protokollsatz meist Felder enthalten sind, die dann ein Aufzeichnen anfordern.

Für die Auswertung einer Filterbedingung mit UNIT-Angabe ist grundsätzlich nur der Wert von Belang, der sich aus der Multiplikation der VALUE- und der UNIT-Angabe ergibt, nicht jedoch wie dieser Wert zustande kommt.

Beispiele

Die folgenden Angaben werden als gleichwertig betrachtet, da jede denselben Wert von 3145728 Bytes darstellt:

VALUE=3145728(UNIT=*BYTES)
VALUE=3072(UNIT=*KB)
VALUE=3(UNIT=*MB)
  1. Ein ADD-SAT-FILTER-CONDITIONS-Kommando mit der Angabe

    FIELD-NAME=*FILPOS(VALUE=(3072(UNIT=*KB),3(UNIT=*MB)))

    wird daher mit folgender Meldung zurückgewiesen:

    SAT1023 FIELD 'FILPOS' CONTAINS DUPLICATE VALUES. COMMAND REJECTED

  2. Eine Filterbedingung mit der Angabe

    FIELD-NAME=*FILPOS(VALUE=3072(UNIT=*KB))

    trifft zu, wenn der zu protokollierende Satz FILPOS=6144 enthält. Grund: Die Angabe im Satz stellt ein Vielfaches von 512 Bytes dar (siehe „filpos in Tabelle der protokollierbaren Informationen (Feldnamen)) und 6144*512 Bytes = 3145728 Bytes = 3072 KB.

Posix-filenames und Kerberos-Namen werden von SAT ohne Einschränkung protokolliert. Bei der Definition von SAT-Filtern wird die Groß- und Kleinschreibung bei folgenden SAT-Feldern unterstützt: AUDITID, HOMEDIR, LINKNAM, NEWPATH, PATHNAM, PRINCCL, PRINCSV, SHELL, SYMBDEV. Die Felder können mit Ausnahme von SYMBDEV allerdings nur in einer Länge von max. 255 Bytes angegeben werden. Events mit längeren Feldinhalten können durch die Angabe von Wildcards selektiert werden. Für die Angabe eines Einzelnamens (ohne Wildcards) werden Sonderzeichen zugelassen, wie sie für posix-filenames bzw. für Kerberos-Namen erlaubt sind.

Siehe auch allgemeine Hinweise zu den SAT-Kommandos "Funktionelle Übersicht".

Beispiel

Folgende Zugriffe sollen aufgezeichnet werden, falls sie auf Dateien erfolgen, die im Katalog „CAT1“ katalogisiert sind und deren Name die Zeichenfolgen „SYS“ und „ABC“ enthält: „Lesen der Schutzattribute“ (FRS), falls erfolgreich, und „Katalog exportieren“ (CEP)

/add-sat-filter-conditions name=filter1,select=*parameters( -
/        event-name=(frs,cep),trigger-action=*logging(recording=*no)
/add-sat-filter-conditions name=filter2,select=*parameters( -
/        event-name=(frs(result=*success),cep),user-identification=*all,-
/        field-name=(filname(value=*match(pattern='*sys*abc')), -
/                    catid(value='cat1')))


Die Zugriffe auf die Dateien, deren Name mit „$TSOS.SYSLNK.“ beginnt, sollen nicht aufgezeichnet werden.

/add-sat-filter-conditions name=f1,select=*parameters( -
/        event-name=*all,user-identification=*all,-
/        field-name=filname(value=*match(pattern='*$tsos.syslnk.*'))), -
/        trigger-action=*logging(recording=*no)

Das Ereignis „Datei-Löschen“ (FDD) soll aber für alle Dateien aufgezeichnet werden:

/add-sat-filter-conditions name=f2,select=*parameters( -
/        event-name=fdd,user-identification=*all,field-name=*all), -
/        trigger-action=*logging(recording=*yes)

Für das Löschen einer Datei, deren Name mit $TSOS.SYSLNK. beginnt, treffen beide Bedingungen zu. Da in einer dieser Bedingungen die Aufzeichnung verlangt wird, wird der entsprechende Protokollsatz aufgezeichnet.

Weitere Beispiele finden Sie bei /MODIFY-SAT-FILTER-CONDITIONS.