BS2000 sieht nicht die EMFILE- und CDROM-Dateien, sondern in beiden Fällen Bandgeräte vom Typ BM1662FS, die über ihre Mnemonik angesprochen werden. In den Laufwerken sind jeweils Bänder vom Typ T6250 (T9G) sichtbar, die über ihre VSN angesprochen und gleichartig behandelt werden.
EMFILE-Dateien
Folgende BS2000-Kommandos sind für Bandgeräte relevant, die durch EMFILE-Dateien emuliert werden:
/ATTACH-DEVICE
Zuschalten eines Bandgeräts; obligatorisch vor der Benutzung.
/DETACH-DEVICE
Wegschalten eines Bandgeräts. Die Aktionen Upload, Download, Löschen der Daten und Löschen des emulierten Gerätes über den SE Manager sind nur im Zustand „detached“ sinnvoll.
Dienstprogramm INIT
Initialisierung eines Bandes durch das Dienstprogramm INIT; obligatorisch, wenn eine neue EMFILE-Datei ein Band emuliert (siehe dazu Handbuch „Dienstprogramme“ [11]). Geben Sie als Volume-Typ „T9G“ an und legen Sie die VSN fest.
CDROM-Dateien
Folgende BS2000-Kommandos sind für Bandgeräte relevant, die durch CDROM-Dateien emuliert werden:
/ATTACH-DEVICE
Zuschalten eines Bandgeräts; obligatorisch vor der Benutzung. Auch wenn das DVD-Laufwerk leer ist, kann das entsprechende Bandgerät im BS2000 zugeschaltet werden. Geben Sie dann nach dem späteren Einlegen einer DVD das Kommando /CHECK-TAPE ein, um BS2000 den eingelegten Datenträger bekannt zu machen.
/CHECK-TAPE
Einen eingelegten Datenträger (DVD) im emulierten Bandgerät dem BS2000 bekannt machen. Das Kommando /CHECK-TAPE ist notwendig, wenn bei einem vorher eingegebenen Kommando /ATTACH-DEVICE das Laufwerk noch leer war oder die DVD nach /UNLOAD-TAPE inzwischen gewechselt wurde.
/DETACH-DEVICE
Wegschalten eines Bandgeräts. Zugriffe auf das DVD-Laufwerk von Linux aus sind untersagt, solange das entsprechende Gerät im BS2000 zugeschaltet ist. Nach dem Wegschalten kann eine noch im Laufwerk befindliche DVD durch Druck auf den Knopf am Laufwerk ausgeworfen werden.
/UNLOAD-TAPE
Brennen einer DVD mit anschließendem Auswerfen der DVD.
Dienstprogramm INIT
Initialisierung eines Datenträgers durch das Dienstprogramm INIT; obligatorisch, wenn eine fabrikneue DVD eingelegt wird. Siehe dazu das Handbuch „Dienstprogramme“ [11]. Geben Sie als Volume-Typ „T9G“ an und legen Sie die VSN fest. Bei einer wieder beschreibbaren DVD werden vorhandene Daten überschrieben.
Mit dem Operanden ERASE bei der Anweisung INIT stoßen Sie ein komplettes Löschen einer wieder beschreibbaren DVD an.
Verfahren zum Brennen von DVD
Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine DVD im Laufwerk der MU oder der SU x86 zu brennen:
> | Legen Sie eine leere oder wieder beschreibbare DVD in das Laufwerk ein. |
> | Machen Sie die DVD dem BS2000 bekannt: |
> | Initialisieren Sie die CDROM-Datei mit dem Programm INIT und weisen Sie dabei eine VSN zu. |
> | Beschreiben Sie mit BS2000-Mitteln die CDROM-Datei. |
> | Stoßen Sie den Brennvorgang der DVD mit dem Kommando /UNLOAD-TAPE an. Nach dem Brennen wird das Medium aus dem DVD-Brenner ausgeworfen (d.h. das Laufwerk öffnet sich). |
> | Brennen Sie eine weitere DVD oder schalten Sie das Gerät weg (/DETACH-DEVICE). |
Unterstützte DVD-Medien
Folgende Medien werden für die Brenn-Funktionalität unterstützt:
- DVD-R / DVD+R
DVD-RW / DVD+RW
DVDRAM
Die Bandende-Behandlung ist abhängig von der Größe des Mediums. Die Nettogröße der CDROM-Datei beträgt max. 4200 MB bzw. liegt bei kleinerem Medium entsprechend niedriger, da der Platz für das Inhaltsverzeichnis bzw. Lead-In / Lead-Out abgezogen wird (DVD: bis 128 MB).
Zeiten verschiedener DVD-Medien
Die Brennzeiten (bzw. Initialisierungszeiten) sind abhängig vom verwendeten Medium und der möglichen Geschwindigkeit für den Brenn-/Lösch-Vorgang. Einen kleinen Überblick für eine grobe Abschätzung der benötigten Zeiten soll die folgende Tabelle (Tests mit ein paar verschiedenen Medien) vermitteln.
Medium | Zeit INIT | Zeit INIT ... ERASE | Zeit /UNLOAD-TAPE (Brennen) |
DVD-R 8x | 2 sec | - | 11 min (4200 MB) |
DVD+RW 1x-4x | 30 sec | 16 min | 15 min (4200 MB) |
DVDRAM 3x-20x | 20 sec | 40 min | 37 min (4200 MB) |