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Feste CPU-Zuordnung (Dedizierte CPUs, SU /390)

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Wenn die Anzahl zugeschalteter realer CPUs in einem CPU-Pool größer oder gleich der Summe der zugeschalteten virtuellen CPUs aller laufenden VMs (Zustand RUNNING), die diesem CPU-Pool zugeordnet sind, ist, dann ordnet VM2000 jeder virtuellen CPU einer VM genau eine reale CPU fest zu. Man spricht von dedizierten CPUs.

In den Informationskommandos von VM2000 wird dieses Scheduling-Verfahren mit DC (Dedicated CPUs) bezeichnet.

Die feste CPU-Zuordnung ist bei ausreichend vielen realen CPUs optimal, da jede virtuelle CPU stets auf ein und derselben realen CPU abläuft.

Leistungsverluste durch Cache-Neuaufbau bei Wechsel der virtuellen CPU oder durch Kontextwechsel zum VM2000-Hypervisor im Leerlauf (bei VM-ACTIVE-IDLE=*AT-DEDICATED-CPUS, siehe "Initialisieren einer VM") treten nicht auf.
Wird allerdings eine reale CPU nicht benutzt, dann bleibt sie im Leerlauf. Sie wird nicht an eine andere, außerhalb des CPU-Pools wartende VM vergeben.

Für VMs in diesem Scheduling-Verfahren bestimmt das Attribut VM-ACTIVE-IDLE, ob eine VM auch dann die Kontrolle über eine reale CPU behält, wenn die darauf ablaufende virtuelle CPU der VM untätig ist (unterbrechbarer Wartezustand, „Idle“), siehe "Initialisieren einer VM". Die Einstellung für VM-ACTIVE-IDLE wird bei /SHOW-VM-ATTRIBUTES/-RESOURCES INFORMATION=*CPU angezeigt.

Wenn für die VM zugleich eine Begrenzung der CPU-Leistungsaufnahme eingestellt ist, dann kommt dieses Attribut aber nicht zur Wirkung. /SHOW-VM-STATUS INFORMATION=*SCHEDULE zeigt, ob dieses Attribut aktuell zur Wirkung kommt, siehe "SHOW-VM-STATUS (Messwerte von VM2000 ausgeben)".

Fällt die Zahl der zugeschalteten realen CPUs (z.B. durch Rekonfiguration oder Hinzukommen einer neuen VM) unter die nötige Zahl, so wechselt VM2000 für die CPU-Zuteilung in das Zeitscheiben-Verfahren.


Beispiel

Die virtuellen Maschinen SYSTEM1 und SYSTEM2 seien dem CPU-Pool POOL1 zugeordnet. Beide VMs laufen mit je zwei virtuellen CPUs. Da im CPU-Pool vier reale CPUs zugeschaltet sind, werden die realen CPUs den virtuellen CPUs fest zugeordnet.
Nur die effektive maximale Leistungsaufnahme der VM wird beim Scheduling beachtet. Die CPU-Quote hat hier keine Bedeutung.

Bild 17: Beispiel für eine feste CPU-Zuordnung

In obigem Beispiel wäre die CPU-Leistung von POOL1 auf einer Server Unit mit 8 CPUs 50% (4 von 8 CPUs). SYSTEM1 und SYSTEM2 belegen jeweils 2 der 4 CPUs im Pool.
Der effektive CPU-Anteil der VMs ist jeweils 25% (2 von 8 CPUs der Server Unit), sofern die maximale CPU-Leistungsaufnahme der VM dies nicht enger begrenzt.