Die Freigabe von bs2fs-Dateien erfolgt mit dem NFS-Kommando share.
Syntax
share -F nfs [-o spez_optionen] [-d beschreibung] pfadname |
Hierbei gelten im Vergleich zur Freigabe von ufs-Dateien folgende Besonderheiten: Der angegebene pfadname muss das Root-Verzeichnis des bs2fs-Dateisystems sein. Er darf nicht auf ein Unterverzeichnis in diesem Dateisystem (PLAM-Bibliothek oder Elementtyp in einer PLAM-Bibliothek) verweisen. Alle Client-Rechner, die Zugriff auf das freigegebene bs2fs-Dateisystem erhalten sollen, müssen explizit mit den Optionen rw= client[:client]... (für Lese-/Schreibzugriff) oder ro= client[:client]... (für Lesezugriff) angegeben werden. Folgende spez_optionen wurden zusätzlich für die Freigabe von bs2fs-Dateien eingeführt:
Legt die BS2000-Benutzerkennung fest, unter der "anonyme" Zugriffe erfolgen sollen. Client-Prozesse mit einer UID ungleich der POSIX-UID des bs2fs-Eigentümers haben nur dann Zugriff auf das bs2fs-Dateisystem, wenn die Option bs2anon verwendet wird. Mit dieser Option kann der POSIX-Administrator genau eine BS2000-Kennung vereinbaren, mit deren Rechten diese Client-Prozesse auf die Dateien des jeweiligen bs2fs-Dateisystems zugreifen.
Legt fest, dass eine Zeichensatzkonvertierung stattfinden soll. Die Option hat keine Argumente. Ist diese Option angegeben, werden Dateiinhalte beim Lesen von EBCDIC.DF.04-1 nach ISO 8859-1 und beim Schreiben umgekehrt konvertiert. Bei der Freigabe von bs2fs-Dateisysteme, die mit ftyp=text oder ftyp=textbin eingehängt sind, sollte diese Option immer angegeben werden, außer für Clients, die EBCDIC-Dateien verarbeiten. Soll ein Client ASCII-Dateien ohne Konvertierung auf einem bs2fs-Dateisystem verarbeiten, ist dieses mit ftyp=bin einzuhängen. Andernfalls entstehen Konflikte zwischen ASCII-Newlines (0x0A) und EBCDIC-Newlines (0x15).
Legt fest, dass eine Dateinamenkonvertierung stattfinden soll. Die Option hat keine Argumente. Ist diese Option angegeben, werden bestimmte Dateinamen konvertiert (siehe "Konvertierung von Dateinamen"). |