Anzahl der Tasks für Service-Aufträge festlegen
Zugehörigkeit
Untergeordnete Option zu CPU-RESOURCES
Funktionsbeschreibung
CPU-intensive Aktionen, etwa das Sortieren von Zwischenergebnissen oder einige Utility-Funktionen, können sehr lange dauern. Damit der SESAM/SQL-DBH während dieser Zeit nicht blockiert ist, lagert er solche CPU-intensiven Aktionen in eigene Tasks aus, die für Service-Aufträge zur Verfügung stehen.
Bei Sessionende beendet der DBH alle Service-Tasks. Noch offene oder laufende ServiceAufträge werden abgebrochen.
Mit der DBH-Option SERVICE-TASKS legen Sie fest, wieviele Service-Tasks schon zu Beginn der DBH-Session verfügbar sein sollen und wieviele Service-Tasks im Laufe der Session maximal gestartet werden dürfen.
Sie können auch bestimmen, ob der DBH die Multitask-Sortierung des Softwareprodukts SORT ausnutzen soll.
Weiter können Sie Angaben zum Versand von Informationen per E-Mail machen.
es darf kein Lese-Kennwort auf die Modulbibliothek gelegt sein, aus der SESAM/SQL gestartet wird
beim Start von SESAM/SQL darf keine Temporärdatei als Modulbibliothek verwendet werden
die Modulbibliothek muss für die gesamte Dauer der DBH-Session verfügbar sein
alle Dateien, die beim Start von SESAM/SQL mit dem Linknamen BLSLIBnn mit nn = 00 bis 99 zugewiesen sind, müssen während der gesamten Dauer der DBH-Session zugreifbar sein.
Sie können die Werte der Option mit der Administrationsanweisung MODIFY-SERVICE-TASKS (siehe "MODIFY-SERVICE-TASKS") während der DBH-Session anpassen.
SERVICE-TASKS | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Operandenbeschreibung
SERVICE-TASKS = *STD
Die Anzahl der Service-Tasks wird durch Standardwerte bestimmt; diese sind unter *PARAMETERS beschrieben.
SERVICE-TASKS = *PARAMETERS(...)
INITIAL = 1 / <integer 0..32>
Anzahl der Service-Tasks, die bereits zu Beginn der DBH-Session gestartet werden. Der Standardwert für INITIAL ist 1, beim Laden des DBH wird also mindestens eine Service-Task gestartet, die dann sofort für Service-Aufträge verfügbar ist. Beim linked-in-DBH wird maximal eine Service-Task gestartet.
MAXIMUM = *STD / <integer 0..64>
Maximale Anzahl, bis zu der während der DBH-Session weitere Service-Tasks gestartet werden dürfen.
Der Standardwert für MAXIMUM entspricht dem größeren der folgenden beiden Werte (maximal jedoch 64):
der maximalen Anzahl parallel aktiver Threads, die mit der DBH-Option THREADS (siehe "THREADS") festgelegt wird,
dem Wert, der beim Operanden INITIAL vergeben wird.
Beim independent-DBH ist Folgendes zu beachten:
Wenn Sie für MAXIMUM den Wert 0 wählen, so wird dieser Wert automatisch auf 1 gesetzt. Wählen Sie für MAXIMUM einen Wert der größer als 0 aber kleiner als INITIAL ist, so erhalten Sie eine Fehlermeldung.Beim linked-in DBH ist Folgendes zu beachten:
Es wird maximal eine Service-Task gestartet, auch wenn Sie für MAXIMUM einen Wert > 1 wählen. Geben Sie MAXIMUM = 0 ein, so wird keine Service-Task gestartet. In diesem Fall kann der DBH die Sortierung von Zwischenergebnismengen als Unterprogramm in der eigenen Task ausführen. Andere Service-Aufträge, etwa die Utility-Anweisungen COPY, LOAD und RECOVER, werden abgewiesen.
JOBCLASS = *STD / <name 1..8>
Name der BS2000-Jobklasse.
Der Batchauftrag soll in der Standard-Jobklasse ablaufen oder in einer Jobklasse, die Sie nach Ihrer Wahl angeben.
Die Standard-Jobklasse ist die Default-Job-Class für Batchaufträge der DBH-Kennung. Sie wird dem JOIN-Eintrag der Benutzerkennung entnommen.
JOBCLASS = *DBH-JOBCLASS
Der Name der BS2000-Jobklasse ist die Jobklasse des DBH beim Starten der Service-Task, sofern der DBH als Batchauftrag gestartet wird. Im Dialogbetrieb wird die Angabe *DBH-JOBCLASS ignoriert und wie bei JOBCLASS=*STD verfahren.
WORK-FILES =
Temporäre Arbeitsdateien des SORT, die innerhalb einer Service-Task entstehen, werden vor jedem Sortierlauf angelegt und nach dem Sortierlauf gelöscht.
WORK-FILES = *PUBLIC-DISK(...)
Temporäre Arbeitsdateien des SORT werden auf gemeinschaftlicher Platte gespeichert..
CAT-ID = *STD / <cat-id>
Katalogkennung des Pubset, auf dem die temporären Arbeitsdateien des SORT gespeichert werden sollen. Der Standardwert ist die DBH-Katalogkennung.
PRIMARY-ALLOCATION = *STD / <integer 1..16777215>
Anzahl PAM-Seiten für die Anfangszuweisung von Speicherplatz. Der Standardwert ist 120.
SECONDARY-ALLOCATION = *STD / <integer 1..32767>
Anzahl PAM-Seiten für spätere Dateierweiterungen. Der Standardwert ist 120.
WORK-FILES = *PRIVATE-DISK(...)
Temporäre Arbeitsdateien des SORT werden auf privater Platte gespeichert.
CAT-ID = *STD / <cat-id>
Katalogkennung des Pubset, auf dem die temporären Arbeitsdateien des SORT gespeichert werden sollen. Der Standardwert ist die DBH-Katalogkennung.
PRIMARY-ALLOCATION = *STD / <integer 1..16777215>
Anzahl PAM-Seiten für die Anfangszuweisung von Speicherplatz. Der Standardwert ist 120.
SECONDARY-ALLOCATION = *STD / <integer 1..32767>
Anzahl PAM-Seiten für spätere Dateierweiterungen. Der Standardwert ist 120.
DEVICE-TYPE = <structured-name 1..8>
BS2000-Gerätetyp, dem die benötigten Platten zugeordnet sind.
Bei fehlerhafter Eingabe verlangt das System im Dialogbetrieb eine erneute Eingabe von DEVICE-TYPE (siehe BS2000-Handbuch " Kommandos", Gerätetabelle).
VOLUME = list-poss(6): <alphanum-name 1..6>
Datenträgerkennzeichen der Platten, auf denen die Datei eingerichtet werden soll. Es sind maximal 6 Datenträgerkennzeichen zugelassen, wobei Sie jedes nur einmal angeben dürfen. VOLUME wird nur ausgewertet, wenn der Operand DEVICE-TYPE angegeben wurde.
RECORDS-PER-CYCLE = *STD / <integer 1..2147483647>
Anzahl Sätze, die eine Sort-Subtask bei der Multitask-Sortierung in einem Zyklus sortieren soll. SESAM/SQL übergibt diesen Wert dem BS2000-Dienstprogramm SORT im Operanden CYCLE (siehe auch SORT-Handbuch " SDF-Format"). Im Handbuch " Performance" ist beschrieben, nach welchen Kriterien der RECORDS-PER-CYCLE-Wert vergeben werden kann. Die Gesamtzahl der zu sortierenden Sätze dividiert durch CYCLE ergibt die optimale Anzahl der anzulegenden Arbeitsdateien. Maximal werden jedoch nur 9 temporäre Arbeitsdateien angelegt. Die Anzahl der Arbeitsdateien bestimmt die Anzahl der Sort-Subtasks, die das Dienstprogramm SORT startet (Anzahl Sort-Subtasks = Anzahl Arbeitsdateien minus 1). Bei Singletask-Sortierung werden nur dann Arbeitsdateien angelegt, wenn einer der folgenden Operanden angegeben wurde: CAT-ID, PRIMARY-ALLOCATION, DEVICE-TYPE.
*STD bedeutet, dass der DBH die Multitask-Sortierung nicht nutzt.
MAIL =
Steuert die Ausgabe von Informationen per E-Mail.
MAIL = *NONE
Die Informationen werden nicht per E-Mail versandt.
MAIL = *PARAMETERS(...)
Steuert die Informationsmenge, die per E-Mail versandt wird.
OUTPUT = *ALL
Bei Beendigung der Service-Task wird ihre SYSLST-Datei per E-Mail an die Adresse versandt, die in der MAIL-Parameterdatei (siehe "E-Mail-Versand wichtiger Informationen der DBH-Session") eingetragen ist. Die MAIL-Parameterdatei muss beim Start des DBH mit dem Linknamen SESMAIL zugewiesen worden sein.
Unter "Betreff:" wird "SYSLST (SVT, TSN=<tsn der service-task>" eingetragen.Absender ist die in der MAIL-Parameterdatei unter "SENDER=" eingetragene Absenderadresse. Die SYSLST-Datei wird der E-Mail als Anhang angefügt.
OUTPUT = *ERROR
Nur bei fehlerhafter Beendigung der Service-Task wird ihre SYSLST-Datei per E-Mail an die Adresse versandt, die in der MAIL-Parameterdatei (siehe "E-Mail-Versand wichtiger Informationen der DBH-Session") eingetragen ist. Die MAIL-Parameterdatei muss beim Start des DBH mit dem Linknamen SESMAIL zugewiesen worden sein.
Unter "Betreff:" wird "SYSLST (SVT, TSN=<tsn der service-task>" eingetragen.Absender ist die in der MAIL-Parameterdatei unter "SENDER=" eingetragene Absenderadresse. Die SYSLST-Datei wird der E-Mail als Anhang angefügt.
Informationen über Service-Tasks
Informationen über die Auslastung der Service-Tasks in der aktuellen Session bietet das SESAM/SQL-Dienstprogramm SESMON in der Maske SERVICE TASKS (siehe "DBH-Maske SERVICE TASKS").