Privilegierung:
SUBSYSTEM-MANAGEMENT
Funktionsbeschreibung
Mit der Anweisung DEINSTALL-SUPPLY-UNITS werden nicht mehr benötigte Liefereinheiten aus einem BS2000-System entfernt (deinstalliert). Die Deinstallation wird für jede In-stallation-Unit der angegebenen Liefereinheit durchgeführt, mit Ausnahme der Installation-Units, die zugleich anderen Installation-Units zugeordnet sind und die im System installiert bleiben.
Bei der Deinstallation einer Liefereinheit werden alle Aktionen, die bei ihrer Installation durchgeführt wurden, wieder rückgängig gemacht:
aktivierte Dateien werden ggf. deaktiviert
installierte Dateien werden ggf. gelöscht
Einträge im IMON-SCI werden wieder entfernt
Über den Operanden EXECUTION=*NO kann der Testmodus eingestellt werden. In diesem Fall wird nur die Voranalyse zur Überprüfung einer fehlerfreien Durchführung der Deinstallation durchgeführt.
Nähere Einzelheiten zur Deinstallation siehe auch Abschnitt „Deinstallieren".
Format
DEINSTALL-SUPPLY-UNITS | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Operandenbeschreibung
UNIT-NAME =
Auswahl der Liefereinheiten, die deinstalliert werden sollen.
UNIT-NAME = *BY-DIALOG
Die Auswahlkriterien und die dazugehörigen Liefereinheiten werden interaktiv ausgewählt (siehe „Interaktive Auswahl von Liefereinheiten").
UNIT-NAME = list-poss(30): <text 1..30 without-sep>(...)
Name der zu deinstallierenden Liefereinheit. Im Operanden VERSION kann die Deinstallation auf bestimmte Versionen dieser Liefereinheit beschränkt werden. In einer Liste können bis zu 30 Liefereinheiten angegeben werden.
VERSION =
Bestimmt, welche Version der angegebenen Liefereinheit deinstalliert wird.
VERSION = *ALL
Es werden alle Versionen deinstalliert.
VERSION = *EXCEPT-HIGHEST-EXISTING
Mit Ausnahme der höchsten Version, werden alle Versionen deinstalliert.
VERSION = *LOWEST-EXISTING
Die niedrigste vorhandene Version wird deinstalliert.
VERSION = list-poss(30): <product-version>(...)
Die angegebene Version wird deinstalliert. Im Operanden CORRECTION-STATE kann die Deinstallation auf bestimmte Änderungsstände beschränkt werden. In einer Liste können bis zu 30 Versionen angegeben werden.
CORRECTION-STATE =
Bestimmt, welcher Änderungsstand der angegebenen Version deinstalliert wird.
CORRECTION-STATE = *ALL
Es werden alle Änderungsstände der angebenen Version deinstalliert.
CORRECTION-STATE = *EXCEPT-HIGHEST-EXISTING
Mit Ausnahme des höchsten Änderungsstandes werden alle Korrekturstände der angegebenen Version deinstalliert.
CORRECTION-STATE = *LOWEST-EXISTING
Es wird der niedrigste vorhandene Änderungsstand deinstalliert.
CORRECTION-STATE = list-poss(15): <alphanum-name 3..3>
Der Änderungsstand der zu deinstallierenden Liefereinheit wird explizit angegeben.
Format: <aso>
FILE-SAVING = *NO / *WITH-LMS / *WITH-PREFIX(...) / *WITH-ARCHIVE(...)
Bestimmt, ob die Dateien, die bei der Deinstallation gelöscht werden, vorher gesichert werden sollen.
FILE-SAVING = *NO
Die Dateien werden nicht gesichert.
FILE-SAVING = *WITH-LMS
Die Dateien werden mit LMS/LMSCONV in eine Bibliothek gesichert.
Name der Sicherungsbibliothek: $<work>.IMONDEI.<time-stamp>.SAVE.LIB
Dabei ist <work> die aktuell eingestellte Arbeitsdateikennung (siehe Anweisung MODIFY-IMON-OPTIONS).
FILE-SAVING = *WITH-PREFIX(...)
Von den Dateien werden Sicherungskopien angelegt. Dabei wird der Dateiname jeder Sicherungskopie aus dem im Operanden PREFIX angegebenen Präfix und dem Originalpfadnamen gebildet, wobei die Katalogkennung und das Dollarzeichen vor der Benutzerkennung
weggelassen werden.
PREFIX = <partial-filename 2..16>
Dateinamens-Präfix der Sicherungskopien. Der Dateinamens-Präfix darf nach Komplettierung der Katalog- und Benutzerkennung des Aufrufers 16 Zeichen nicht überschreiten.
Beispiel
Bei der Deinstallation des EDT (Aufrufer TSOS, Präfix „D1.“) wird u.a. die Datei :B503:$TSOS.SYSLNK.EDT.170
gelöscht. Die Sicherungskopie wird unter dem Namen :B503:$TSOS.D1.TSOS.SYSLNK.EDT.170
angelegt.
FILE-SAVING = *WITH-ARCHIVE(...)
Die Dateien werden mit ARCHIVE gesichert.
VOLUME = <vsn>
VSN des Datenträgers, auf dem mit ARCHIVE gesichert werden soll.
DEVICE-TYPE = <device>
Gerätetyp des Datenträgers.
TARGET-SYSTEM = *PARAMETERS(...)
Angaben zum Zielsystem, für das die Deinstallation durchgeführt wird.
VERSION =
BS2000 Version des Zielsystems.
VERSION = *CURRENT
Die aktuelle BS2000-Version wird verwendet.
VERSION = <product-version without-man-corr>
Explizite Angabe der BS2000-Version.
Zulässige Eingaben: V19.0 / V20.0 / V21.0
DSSM-CATALOG = *DEFAULT / <filename 1..54 without-gen-vers>
Name des statischen DSSM-Katalogs, aus dem die zu deinstallierenden Subsysteme entfernt werden sollen.
EXECUTION =
Gibt an, ob nach Durchführung der Voranalyse die eigentliche Deinstallation ausgeführt werden soll. Bei der Voranalyse wird überprüft, ob die wichtigsten Voraussetzungen zur Durchführung der Deinstallation gegeben sind:
Jede zu löschende Datei muss zugreifbar sein.
Jede SDF-Parameterdatei, aus der Einträge für Syntaxdateien zu entfernen sind, muss zugreifbar sein.
Jede MIP-Parameterdatei, aus der Einträge für Meldungsdateien zu entfernen sind, muss zugreifbar sein.
Jeder statische DSSM-Katalog und jede SSCM-Quelldatei, aus der Einträge für Subsysteme zu entfernen sind, muss zugreifbar sein.
Jedes zu löschende Subsystem muss angehalten sein.
EXECUTION = *YES
Die Deinstallation wird nach erfolgreicher Voranalyse ausgeführt. Wird während der Voranalyse festgestellt, dass eine Voraussetzung nicht erfüllt ist, wird der Fehler protokolliert und eine Fehlerbehandlung eingeleitet:
Im Prozedur- oder Batchmodus wird der Bearbeitungsmodus auf EXECUTION=*NO geändert, d.h. die Voranalyse wird noch fortgesetzt und alle dabei festgestellten Fehler werden protokolliert. Die eigentliche Deinstallation wird aber nicht mehr gestartet.
Im interaktiven Dialog wird die Bearbeitung mit einer zu beantwortenden Meldung unterbrochen. Je nach Antwort des Benutzers wird die Bearbeitung einfach fortgesetzt (der Fehler ignoriert), die Bearbeitung mit EXECUTION=*NO fortgesetzt oder der aktuelle Überprüfungsschritt wird wiederholt.
Bei Ignorieren eines Fehlers geht IMON bei der weiteren Bearbeitung davon aus, dass bei diesem Überprüfungsschritt kein Fehler festgestellt wurde.
Eine Wiederholung des Überprüfungsschrittes ist nur sinnvoll, wenn die Fehlerursache inzwischen behoben werden konnte.
EXECUTION = *NO
Der Aufruf erfolgt im Testmodus, d.h. es wird nur die Voranalyse für die Deinstallation durchgeführt und dabei festgestellte Fehler werden protokolliert.
OUTPUT = *SYSLST(...)
Fehlermeldungen werden nach SYSLST ausgegeben.
SYSLST-NUMBER =
SYSLST-Nummer.
SYSLST-NUMBER = *STD
Fehlermeldungen werden nach Standard-SYSLST ausgegeben.
SYSLST-NUMBER = <integer 1..99>
Angabe der SYSLST-Nummer.
Beispiel
In dem folgenden Beispiel soll überprüft werden, ob die Liefereinheit PERCON ohne Fehler deinstalliert werden könnte.
IMON: SCI: :I29A:$TSOS.SYS.IMON.SCI ------------------------------------------------------------------------------ Units 1 bis 5 von 5 Liefereinheiten (Supply-Units) Auswahl Mehr: Unit-Name Vers Korr Paketname Kundenkzch. Inst. Stand CAP Act EDT 17.0 D30 <Paketname> SOL2P Installed N Y OPENFT 12.1 C10 <Paketname> SOL2P Installed N Y OPENFT-CR 12.1 B10 <Paketname> SOL2P Installed N Y X PERCON 02.9 C00 <Paketname> SOL2P Installed N Y SORT 08.0 A30 <Paketname> SOL2P Installed N Y *** Ende der LE-Auswahl *** ------------------------------------------------------------------------------ Kommando ==> F1=Hilfe F3=Beenden F5=Vorheriges F6=Folgendes F7=Rueckwaerts ... |
|
|
(1) | Die Anweisung DEINSTALL-SUPPLY-UNITS wird im Testmodus (EXECUTION=*NO) aufgerufen. Die Auswahl der Liefereinheiten soll im Dialog erfolgen (UNIT=*BY-DIALOG). |
(2) | In einer Dialogbox werden die Liefereinheiten angezeigt. Im Beispiel wurde bereits die Liefereinheit PERCON ausgewählt. Die Auswahl wird anschließend mit [DUE] bestätigt. |
(3) | Die Meldungen der durchzuführenden Deinstallationsschritte werden nach SYSOUT ausgegeben. In diesem Beispiel wurden keine Fehler festgestellt, die bei der Deinstallation von PERCON auftreten könnten. |
Hinweise
In folgenden Fällen wird die Anweisung ohne Aktion zurückgewiesen und eine Fehlermeldung ausgegeben:
Es ist kein Standard-SCI ($TSOS.SYS.IMON.SCI) geöffnet.
Eine der ausgewählten Liefereinheiten ist im aktuell geöffneten SCI nicht registriert.
Eine der ausgewählten Liefereinheiten ist zwar im aktuell geöffneten SCI registriert, aber befindet sich nicht im Zustand „Installed“ oder „Parked“.
Es wurde VERSION=*EXCEPT-HIGHEST-EXISTING bzw. *LOWEST-EXISTING angegeben und es ist nur eine Version im SCI registriert.
Die Voranalyse wurde im Prozedur- oder Batchmodus nicht fehlerfrei durchgeführt.
Der Paketname wird bei der Auswahl der Liefereinheiten ignoriert. Wenn eine Liefereinheit in mehreren SOLIS2-Lieferungen enthalten ist, werden alle vorkommenden Liefereinheiten deinstalliert.
Installation-Units werden nur deinstalliert, wenn keine Zuordnung zu anderen, im System verbleibenden Liefereinheiten besteht.
Dateien werden nur deaktiviert und gelöscht, wenn keine Zuordnung zu anderen, im System verbleibenden Liefereinheiten besteht.
Die Zugriffsmöglichkeit auf Dateien überprüft IMON über die Reservierung der Datei mit dem Kommando SECURE-RESOURCE-ALLOCATION.
Aktualisierung des DSSM-Katalogs:
Kann der dynamische DSSM-Katalog nicht aktualisiert werden, wird eine Warnung ausgegeben.
Die Aktualisierung des statischen DSSM-Katalogs wird für alle zu löschenden Subsysteme wird in einem einzigen Arbeitsschritt durchgeführt. Kann der Katalog danach nicht gesichert werden, wird eine Warnung ausgegeben. Fordert der Anwender eine Wiederholung der Sicherung, wird diese mit dem Parameter ENFORCE=YES durchgeführt.
Installationszustand „Being Deinstalled“:
Wenn die eigentliche Deinstallation für eine Liefereinheit beginnt, setzt IMON den Installationszustand auf „Being Deinstalled“ bis die Liefereinheit am Ende der Deinstallation aus dem SCI entfernt wird.
Dieser Installationszustand wird in der Ausgabe des Kommandos SHOW-SUPPLY-UNITS angezeigt. Er verhindert, dass SCI-Einträge von Liefereinheiten, die geradedeinstalliert werden, mit der Anweisung GENERATE-IDF noch exportiert werden.
Wiederherstellung einer abgebrochenen Deinstallation:
Wird der Deinstallationsprozess durch den Anwender oder durch IMON selbst abgebrochen, kann ein Restart mit Fortsetzung der Deinstallation einfach durch den erneuten Aufruf der Deinstallationsfunktion mit Auswahl derselben Liefereinheiten durchgeführt werden.